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Tinnitustherapie

Akute Ohrgeräusche:

Ohrgeräusche entstehen grundsätzlich primär im Bereich des Innenohres. Hierbei handelt es sich häufig um eine fehlerhafte Aktivität der Haarzellen.

Chronische Ohrgeräusche:

Sollten die Ohrgeräusche länger als nur einige Tage bis Wochen bestehen, spricht man von chronischem Tinnitus. Es handelt sich hierbei um eine Fixierung des Geräusches auf neuronaler Ebene. Im Bereich der Hörrinde bilden sich fehlerhafte Erregungszustände, wodurch das Geräusch chronisch wird.

Der chronische Tinnitus wird in unterschiedliche Schweregrade eingeteilt:

Grad 1: Ein gut kompensierter Tinnitus der wahrgenommen wird, jedoch ohne Leidensdruck.

Grad 2: Der Tinnitus wirkt sich störend bei oder nach Stress und Belastungen aus.

Grad 3: Der Tinnitus führt zu einer dauernden Beeinträchtigung mit Störungen im psychischen und physischen Bereich und  hohem Leidensdruck.

Grad 4: Der Tinnitus führt zu einer Dekompensation, „Nervenzusammenbruch“.

Diagnostik:

Zu Diagnostik wird beim HNO-Arzt ein Hörtest gemacht. Dann können weitere ergänzende Testungen gemacht werden: Bestimmung des Ohrgeräusches in Lautstärke, Qualität und Frequenz, Reflexmessungen der Haarzellen, eine Hirnstamm-Audiometrie zur Testung des Hörnervens und gegebenenfalls eine Gleichgewichtsprüfung. Teilweise ist ergänzend eine Untersuchung des Kopfes im MRT notwendig. Es erfolgt eine Einstufung des Tinnitus nach Schweregraden mit Hilfe eines Tinnitus-Fragebogens.

Therapie:

Primär müssen natürlich krankhafte Ursachen des Ohrgeräusches behandelt werden.
Sollte keine eindeutige Erkrankung zu erkennen sein, die das Ohrgeräusch erklärt, gibt es unterschiedliche Herangehensweisen an die Therapie. Grundsätzlich gilt: je besser man das Geräusch „ignorieren“ kann, desto leiser wird es. Umso mehr man sich jedoch darauf konzentriert und es mit negativen Eigenschaften assoziiert, wird es subjektiv lauter. Deshalb haben psychotherapeutische Entspannungsverfahren eine besondere Bedeutung.
Es erfolgt grundsätzlich eine Beratung (Counseling) des Patienten zur akustischen Verarbeitung und den Mechanismen der Tinnitus-Entstehung. Es gibt verschiedene Therapiebereiche die jeweils sinnvoll ergänzend angewendet werden können.

Psyche:

  • Gesprächstherapie/ Verhaltenstherapie

  • Musiktherapie

  • Psychotherapie

  • Entspannungsübungen

  • Schlafhygiene

  • medikamentöse Therapien

Akustisches Training:

  • Hörgeräteversorgung (im Falle einer Indikation)

  • Geräuschtherapie/ Noiser

  • Akustische Neuromodulation

  • TMNMT: Tailor-made notched music therapie, wie etwa TinnAudio

Muskuloskeletales System:

  • Physiotherapie/ Manuelle Therapie

  • TENS/ Elektrotherapie/ Wärmetherapie

  • Bewegungs- und Trainingstherapie

  • Akupunktur

Welche Therapien zu kombinieren sind, wird mit dem Patienten und dem behandelnden Arzt oder Therapeuten entschieden.

 

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